Unser Wappen

Wappen

Wappen des Corps Montania Clausthal

Im Zentrum des Wappens steht ein Ritterhelm und darunter der Wappenschild.  Auf dem Helm befindet sich eine „bürgerliche“ Krone mit Straußenfedern (in Analogie zum chilenischen Wappen) in den Corpsfarben blau-weiß-rot.  Helm und Schild sind mit stilisierten Weinlaubranken umsäumt.

Der Ritterhelm steht als Symbol für die acht ritterlichen Tugenden: Gerechtigkeit, Güte, Gottesfurcht, Freiheit, Klugheit, Tapferkeit, Mäßigung und Bescheidenheit.

Die Krone steht für die bürgerliche Gesinnung des Corps (in Abgrenzung zu einer damals ständischen Gesellschaft).

Der Schild wird durch unsere zwei Wahlsprüche in vier Felder aufgeteilt. Im Zentrum ist unser Corpszirkel abgebildet.

Das 1. Feld (links oben) enthält die Corpsfarben blau-weiß-rot. Sie gehen auf die Nationalfarben Chiles zurück. Aufgrund des hohen Anteils an Süd- und Nordamerikanern in unserem Corps während der siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts wurden die ursprünglichen Farben schwarz-grün-gold in blau-weiß-rot geändert.

Das 2. Feld (rechts oben) stellt einen Ausschnitt aus der typischen oberharzer Landschaft dar: Bergteiche und dunkle Tannen.

Das 3. Feld (rechts unten) enthält als Hinweis auf unsere amerikanischen Wurzeln einen Blick über die Pampa auf die südamerikanische Andenkette. Die Herkunft des aus den Wolken ragenden Arms mit Lanze und Pfeilen ist leider nicht überliefert. Eine mögliche Deutung von Lanze und Pfeilen ist der „Sieg der Kultur (europäisch) über die Unkultur (indianisch)“, aus heutiger Sicht nur aus dem damaligen Zeitgeist und Selbstverständnis heraus zu erklären. Eine entsprechende Darstellung findet sich in dem Wappen einer damaligen südamerikanischen Provinz. Manche deuten das Bild als Blick über die Atacama auf die chilenischen Anden, dem vulkanreichsten Gebirgszug der Erde, in deren Gipfeln die Inkas das Zuhause von Apu Qatiqil oder Apu Katikil (Apocatequil) , dem Gott des Donners und der Blitze vermuteten. Mir gefällt die zweite Deutung besser (MB).

Zwei gekreuzte Schläger im 4. Feld (links unten) sind ursprünglich Ausdruck des Satisfaktionsprinzips, heute versinnbildlichen diese unsere Bejahung des Mensurprinzips. Links ein Lorbeer- und rechts ein Eichenzweig stehen als Symbol der Kampfbereitschaft. Das Datum 11.07.1868 ist der Gründungstag der Studentenverbindung Montana, die sich aus dem „Verein zum Lustigen Arschleder“ entwickelte. Den Charakter eines Corps legte sich die Montana am 24.11.1868 zu.

Der Zirkel im Zentrum des Wappens steht für ein -vivat,-crescat,-floriat unserer Montania.

Wahlspruch:

Der ältere Wahlspruch stammt aus der Zeit des „Vereins zum Lustigen Arschleder“ und lautet: E pluribus unum. Wir übersetzen das heute „Aus Vielem Eines“.

In der Gründungszeit waren Studentenverbindungen der Obrigkeit nicht geheuer und zeitweise verboten, aus dieser Zeit ist die ursprüngliche Bedeutung „alle für Einen gegen den Rest der Welt“ überliefert.

Der jüngere Wahlspruch (Waffenspruch) stammt aus der Zeit des Corps Montana und lautet: Honos vita carior = Die Ehre ist mir werter als das Leben.